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Sonntag, 3. Mai 2009

Peter Doherty auf Solopfaden

Das Soloalbum von Pete Doherty „Grace-Wasteland“ ist seit einigen Wochen im Handel erhältlich und ich hab für euch mal reingehört.
Was neu ist? Der britische Singer/Songwriter, der in den letzten Wochen und Monaten häufiger wegen seiner öffentlichen Drogenexzesse und zahlreichen Gerichtsverhandlungen aufgefallen ist, scheint erwachsen geworden zu sein. Zumindest arbeitet seine Plattenfirma beharrlich an diesem neuen Image des Rock-Rüpels. Fakt ist: Mit dem neuen und ersten Soloalbum des Babyshambles-Frontman kam auch ein neuer Name, denn der Sänger möchte ab jetzt Peter Doherty genannt werden. Ob das damit zusammenhängt, dass er vor kurzem 30 geworden ist?
Der erste Song auf dem Album „Acardie“ fällt klar unter das Genre „Folksong“ und überzeugt mir klaren Akustik-Klängen. Bereits der zweite Song sorgt für Verwirrung, denn von Folk kann nicht mehr die Rede sein. Im Gegenteil, denn der Song „Last of the English Roses“ kommt eher punkig daher und überzeugt mit einem gewohnt schmutzigen, britischen Doherty-Akzent. Auch der Rest der Songs lässt sich nicht in eine Schublade stecken und schon gar nicht gemeinsam mit den anderen Songs auf ein Album, dachte ich. Aber Peter hat es getan und es funktioniert. Denn die Mischung zwischen Folk, Punk, Sonne-aus-dem-Arsch-Musik und melancholischen Songs wirken absolut authentisch und sorgen endlich mal wieder für Abwechslung im CD-Player.

Und zu letzt noch eine schlechte Nachricht für alle Doherty Fans. Es sind leider keine Deutschland-Konzerte geplant. Wer ihn trotzdem live sehen möchte hat dabei die besten Chancen in Großbritannien oder sollte darauf hoffen, dass die abgesagten Babyshambles-Konzerte doch noch nachgeholt werden. Das dürfte aber noch auf sich warten lassen, denn wie die Plattenfirma verlauten lies, geht die Promotion des neuen Soloalbums vor.

Freitag, 20. März 2009

Glasvegas: "Glasvegas"

Frontmann James Allen kreierte den Bandnamen „Glasvegas“, bestehend aus der Heimatstadt der Band Glasgow und der glitzernden Stadt Las Vegas. Aber der charismatische Schotte mit der unverwechselbaren Stimme kann noch mehr als mit Worten spielen. Er besitzt die Fähigkeit prächtige Gitarren-Songs zu schreiben, die stetig den Nerv der Fans treffen und Glasvegas zu einer wahren Indie-Sensation machen.

Glasvegas bestehen neben James Allen (Gesang) aus seinem Cousin Rab Allen (Gitarre), Paul Donoghue (Bass), der auf dieselbe Schule wie Rab ging, und Caroline McKay, die in einem Secondhandshop arbeitete. Die vier Schotten freundeten sich an, hörten gemeinsam Musik und fingen gemeinsam an Instrumente zu lernen und Songs zu schreiben. So entstanden am heimischen Computer von James auch die ersten Demos.
Kurz darauf folgte der erste Auftritt im „King Tut’s Wah Wah Hut“ in Glasgow, in dem bereits zahlreiche große Bands vor ihrem Durchbruch auftraten (u.a. Oasis, Radiohead, und Beck). Dieser Gig bescherte ihnen die Aufmerksamkeit vieler großer Musiker und Musikmagazine und machte sie quasi über Nacht berühmt.

Die erste in Eigenregie erstellte Single „Go Square Go!” erschien am 30. Oktober 2006. Im darauf folgendem Jahr erschien die Single „Daddy`s Gone“ in limitierter Vinyl-7 Single und wurde vom NME (New Musical Express) zur zweitbesten Single des Jahres gekürt.
Das im September 2008 veröffentlichte Debütalbum wurde von James Allen und Rich Costey produziert und enterten gleich nach Veröffentlichung Platz 2 der britischen Albumcharts. Das Magazin „Musik Weekly NME“ kürte Glasvegas bereits im Juni 2008 zur „besten neuen Rock´n´Roll Band der Welt“

Die Musik bot James Allen die Möglichkeit seine Kreativität in Wort und Klang zum Ausdruck zu bringen und ebnete seiner Band somit den Weg aus der „Working Class“ Glasgows in die schillernde Welt des Rock´n´Roll.

Bleibt die Frage: Was macht das Debütalbum der sympathischen Schotten zu diesem besonderen, einmaligen Hörerlebnis? Vielleicht, weil es die perfekte Quintessenz aus dem Sound der letzten Jahrzehnte in einem Album vereint. Was sich im ersten Moment nach Anbiederung anhört, ist jedoch mindestens genauso beeindruckend wie mitreißend: Der Punk der Sex Pistols. Das Understatement von The Smiths. Die Energie der Ramones. Und die Attitüde von The Clash. Oder ist einfach nur die liebenswerte Tatsache, dass man sich Glasvegas auch einfach bei ein paar kühlen Pints Bier oder Cider am Nachbartisch in einem Glasgower Eck-Pub vorstellen kann?

Egal. Was bleibt ist ein beeindruckendes, mitreißendes Debüt, das nicht umsonst in den höchsten Tönen gelobt wird. Unnötig zu erwähnen, dass Glasvegas auch auf der Bühne eine extrem gute Figur machen. Ob als Special Guest bei Oasis, bei den Kings of Leon oder bei der U2-Tour in Großbritannien. Aber auch als Headliner touren Glasvegas durch Deutschland. Verdient haben sie es sich allemal.



... und hier zum reinhören, die Acoustic Version von "Geraldine"

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